Bildung: Studium in Deutschland

Nach der Schule ist vor dem Studium! Das gilt auch für Menschen mit Behinderung, wenn die Qualifikation vorliegt. Doch bei behinderungsbedingten Einschränkungen die eine persönliche Präsenz erschweren, ist das Fernstudium die Alternative, um die Basis für den Beruf und die eigene Zukunft zu legen.

Fernstudium in Deutschland

Die passende Uni unter den Fernuniversitäten in Deutschland ausfindig zu machen, ist mit viel Zeit und Aufwand verbunden, weil die diesbezügliche Informationsflut gewaltig ist. Deshalb stellt die strategische Vorgehensweise eine Möglichkeit dar, um zum idealen Fernstudium zu gelangen.

Ein wichtiger Punkt bei der Wahl der richtigen Fernhochschule ist sicherlich auch der Standort des nächsten Studienzentrums der Hochschule, da Prüfungen immer unter Aufsicht abgelegt werden müssen. Bei der IUBH Fernhochschule können aus diesem Grund Prüfungen sowohl an 31 Standorten innerhalb Deutschland, Österreich und der Schweiz als auch an über 130 Goethe Instituten weltweit absolviert werden. Fernstudierende mit Behinderung haben somit einfache und kurze Anreisewege, optimale Möglichkeiten, um zur Prüfung zu gelangen.

Da für Studierende bzw. Studieninteressierte die Zusammenarbeit mit Kommilitonen nicht auf der Strecke bleiben sollte, bieten viele Fernuniversitäten einen Onlinecampus an, der den Austausch zwischen den Studierenden ermöglicht. Dieser Onlinecampus hat weitere Vorteile wie Selbsttests, Lern-Wikis und Online Tutorien, sodass keine Präsenzpflicht nötig ist um den Lernstoff zu erarbeiten.

In jedem Fall sollte man sich im Voraus sehr gut über die Angebote und Leistungen der Fernuniversitäten informieren, denn je nach Schweregrad und Ausprägung der Behinderung können die Anforderungen an ein Studium sehr unterschiedlich sein. Deshalb ist eine persönliche Beratung unverzichtbar, um sich für die richtige Fernuni entscheiden zu können.

Studium mit Behinderung

Nach den Hochschulgesetzen der Länder haben die Hochschulen in Deutschland dafür Sorge zu tragen, dass Studenten mit Behinderungen in ihrem Studium nicht benachteiligt werden. Die Bemühungen vieler Hochschulen, die besonderen Belange behinderter Studenten in den Studienalltag einzubeziehen, sind zu erkennen. Trotz der bestehenden Barrieren werden hier wichtige Schritte in Richtung Chancengleichheit unternommen. Wenngleich Klumpfüße hier ein relativ geringes Problem darstellen, ist der Besuch von Beratungsstellen vor einem Studium ratsam. Das gilt besonders für mehrfachbehinderte Studenten mit Klumpfuß, Klumpfüßen. Neben der Arbeitsagentur können Beauftragte helfen, die sich für die Interessen von Studenten einsetzen. Die Anlaufstelle auf höchster Ebene ist dabei die oder der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen. Zudem sind Beauftragte in den Hochschulen selbst für Behindertenfragen zuständig. Hier erteilt die entsprechende Fachhochschule, die Universität oder der jeweilige Allgemeine Studentenausschuss (AStA) Auskünfte zum Studium mit Behinderung und zum Behinderten-Beauftragten im Haus.

Grundlegende Informationen zum Studium für behinderte und nicht behinderte Schulabgänger bietet das Netzwerk, Wege ins Studium. Zudem ist Deutschlands größtes Portal zur Studienberatung in Sachen, Studium an Uni und FH aktiv. Die Länder der Bundesrepublik Deutschland helfen außerdem bei der Studien- und Berufswahl, wobei die Berufswahl ein Thema dieser Website ist.

Bei Mehrfachbehinderungen mit Klumpfuß gilt es vor der Wahl der Hochschule, des Studienortes einige Punkte abzuklären, wie ärztliche Versorgung, Pflegemöglichkeiten, Lernhilfenangebot, Rahmenbedingungen (bauliche Gegebenheiten, Mobilitätsbedingungen etc.) und sonstige studienbegleitende Hilfen. Dabei ist der Dachverband der deutschen Studentenwerke eine wichtige Hilfsquelle. Die Bundesarbeitsgemeinschaft BAG Behinderung und Studium e.V. steht behinderten Studenten unabhängig von der Beeinträchtigung genauso mit Rat und Tat zur Seite. Als Alternative für Hochschüler mit Behinderung zum Studium vor Ort gilt das Fernstudium, weil die Rahmenbedingungen für Studenten mit Behinderung leider noch lange nicht optimal sind. Doch auch Fernhochschulen und Fernunis müssen die notwendigen Rahmenbedingungen für Menschen mit Behinderung schaffen. So bietet beispielsweise die Universität Wismar unter WINGS – Fernstudium an der Hochschule Wismar an, bei denen bereits das Studieren mit Beeinträchtigungen berücksichtigt wird. Eine Möglichkeit sich über Fernhochschulen und Fernunis zu informieren, bietet die Seite der Arbeitsgemeinschaft lebenslanges Lernen unter Fernstudium und Weiterbildung mit Behinderung mit Beispielen zu möglichen Fernhochschulen und Fernunis.

Die Suche nach Hochschulen in Deutschland ist auf der Website des Bundesministeriums für Bildung und Forschung BMBF Hochschulstandorte in Deutschland ganz einfach gehalten. Die farbigen Punkte auf der Landkarte führen zu den Kontaktdaten und Websites der Hochschulen. Der HRK Hochschulkompass mit Hochschul-Suche und das Hochschulranking auf ZEIT ONLINE bei der Suche nach der richtigen Hochschule, egal ob Universität oder Fachhochschule, sind gute Alternativen dazu.

Bei Problemen und Informationslücken in Sachen Sonderpädagogik, Behindertenpädagogik oder Integrationspädagogik vermitteln auch Vereine, Verbände und Hilfsorganisationen zwischen Schulen, Hochschulen und behinderten Studenten.