Arbeitsmarkt

Den Angaben des Statistischen Bundesamtes nach lebten Ende 2009 rund 7.1 Mio. schwerbehinderte Menschen mit einem festgestellten Behinderungsgrad von 50 bis 100 in Deutschland. Wenn man Menschen mit einem Behinderungsgrad von unter 50 hinzu rechnet, dann ist mindestens jeder zehnte Bundesbürger von Behinderung oder Schwerbehinderung betroffen. Vor diesem Hintergrund wird die Integration behinderter und schwerbehinderter Menschen in den Arbeitsmarkt immer wichtiger, obwohl mehr als die Hälfte dieser Menschen mindestens 65 Jahre alt ist und dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung steht.

Zur Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen, Jobs für behinderte und schwerbehinderte Menschen sind staatliche Einrichtungen, wie die Integrationsämter verpflichtet. Sach- und Geldleistungen unterstützen und Behindertenbeauftragte helfen bei der Integration behinderter Menschen in den Arbeitsmarkt. Mit gesetzlichen Grundlagen, wie Ausgleichsabgabe, begleitende Hilfe im Arbeitsleben und Kündigungsschutz wird versucht, die Integration zu fördern und die Beschäftigungsquote behinderter Menschen hoch zu halten - (siehe auch Nachteilsausgleiche). Trotzdem sind Menschen mit Behinderungen sehr häufig von Arbeitslosigkeit und Langzeitarbeitslosigkeit betroffen. Leider trifft dieses auch auf den ersten Arbeitsmarkt zu, wo behinderte, schwerbehinderte Jugendliche und junge Erwachsene auf der Suche nach Arbeit sind. Auf den Arbeitsmärkten in Österreich und der Schweiz sieht die Situation in Bezug auf die Integration behinderter und schwerbehinderter Menschen in den Arbeitsmarkt ähnlich aus.

Arbeitsmarkt und Jobs für Behinderte

Die Berufswahl und Jobsuche mit Behinderung sind Herausforderungen, die früher oder später auf sehr viele Betroffene zukommen. Arbeitsplätze und Jobs für Behinderte existieren zu genüge, wenn viel mehr Arbeitgeber die Scheu vor dieser Menschengruppe ablegen würden. Zumal sich eine Arbeit mit Behinderung nicht großartig von einer ohne Behinderung unterscheidet, wenn die Voraussetzungen gegeben sind und die persönliche Einstellung zum Job stimmt. Trotz der Zuwendungen, Arbeitshilfen und der schützenden Gesetze gestaltet sich die Suche nach Jobs für Behinderte schwieriger als man vielleicht denkt.

Die Tipps und Verweise auf den Folgeseiten dienen behinderten sowie schwerbehinderten Jugendlichen und Erwachsenen zur Information, um auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Vorerst sind es die Themen: Berufswahl und Bewerbung sowie Jobsuche mit Behinderung und Jobbörsen. Themen, für die in Deutschland die Bundesagentur für Arbeit, in Österreich der Arbeitsmarktservice und in der Schweiz das Regionale Arbeitsvermittlungszentrum zuständig sind.

Neben dem Themenkomplex "Arbeitsmarkt für Behinderte" ist das Thema Berufsunfähigkeitsversicherung gerade für Leute mit Behinderungen wichtig, aber auch komplex. Einerseits kann für eine Berufsunfähigkeit, die auf einer bereits bekannten Behinderung beruht, keine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen werden. Andererseits sollten Behinderte, die oft mühsam einen Job gefunden haben, diese Selbständigkeit nicht gefährden, sondern durch eine leistungsstarke BU-Versicherung absichern. Denn wie jeden anderen Menschen kann eine Krankheit oder ein Unfall - Umstände, die nichts mit ihrer Behinderung zu tun haben - sie vom Erwerbsleben ausschließen. Hier gibt es Angebote, die schon ab 50% Berufsunfähigkeit die vollen Leistungen garantieren, und das bei kleinen Beiträgen.